GFG135- Nachlese zur Blogparade “ Perfektion „

Perfektion – Die Nachlese

Heute geht es mal wieder um die Perfektion und Perfektionismus.  Dazu habe ich heute eine kleine Nachlese für Sie. Diejenigen, die keine Episode verpasst haben, erinnern sich bestimmt. Mit dem Start der diesjährigen Sommerpause hatte ich mit Bezug zur Folge 118 zu einer Blogparade eingeladen.
In dieser 118. Episode  war Frau Dr. Christine Altstötter-Gleich als Expertin hier im Podcast zu Gast und habe wir haben über die Perfektion gesprochen.

Perfektion- gut oder schlecht?

Es ging um die Frage, ob Perfektion etwas Gutes oder eher etwas Schlechtes ist.
Menschen die allzu perfekt erscheinen sind uns meist etwas suspekt, auf der anderen Seite lieben wir Perfektion im Alltag, egal ob es die perfekte Ampelschaltung auf unserem Weg zur Arbeit ist, oder die perfekt ausgeführte Reparatur an einem uns wichtigen technischen Gerät oder ein perfektes 5 Sterne Menü. Unsere Ansprüche oder Erwartungen an Perfektion können sehr ambivalent sein. Vielleicht hören Sie nochmal in die Folge 118 rein, mich hatte dieses Gespräch im Mai jedenfalls noch eine ganze Weile beschäftigt.

Der Start mit der Folge 127

Diese Gedanken an Perfektion, Perfektionismus und den perfekten Moment waren dann der Auslöser in der Folge 127, zum Start der Sommerpause, zur besagten Blogparade aufzurufen.
Die Frage lautete: „Was ist für Sie Perfektion oder ein perfekter Moment?“ Ich gebe zu, diese Frage während der Sommerferien zu stellen, ist nicht der perfekte Moment. Die meisten sind im Urlaub, wollen mit der Familie oder auch alleine ausspannen und sich keine philosophischen Gedanken zu solch einem komplexen Thema stellen. Dafür habe ich großes Verständnis. Trotzdem haben sich Einige auch von Urlaub und heißen Temperaturen nicht abschrecken lassen, tolle Gedanken zur Perfektion aufs Papier oder in den eigenen Blog zu bringen oder sogar ein Audio zu produzieren.

Die Beiträge

Mein Dank gilt Diana Roth, Nina Stromann, Florian Frankl, Stefan Mantel und Olaf Schwantes für ihre großartigen Beiträge. Und diese Beiträge möchte ich in der heutigen Ausgabe würdigen und  zumindest in Ausschnitten mit Ihnen teilen. In den Shownotes zur heutigen Sendung finden Sie dann auch nochmal die Links zu den verschiedenen Beiträgen. Das macht es Ihnen leichter diese noch einmal gezielt nachzulesen oder nachzuhören.

Diana Roth

Beginnen möchte ich mit Diana Roth.
Sie erzählte uns eine Geschichte aus ihrer Zeit als Personalleiterin und der der Suche nach einem neuen Geschäftsführer. In der Endauswahl waren der augenscheinlich perfekte Kandidat  „A“  mit einem perfekten Bewerbungsgespräch, einem perfekten Lebenslauf und großartigen Referenzen und ein anfänglich unsicherer Kandidat „B“ mit einem Zickzack-Lebenslauf.
Die Geschäftsleitung entschied sich, so schreibt es Diana Roth, für den Bewerber „B“.
Aber hören Sie, wie die Absage für Bewerber „A“ begründet wurde:

„Herr Müller, Sie sind perfekt! Sie strahlen Perfektionismus aus. Dazu erwarten Sie auch, dass Ihre Mitarbeitende, Ihre Kunden auch vollkommen sind. Sie ärgern sich über viele kleine Dinge wie grammatikalische Fehler, geschmacklose Kleidung, nicht punktgenaue Einhaltung der Prozesse und anderes mehr. Absolut nachvollziehbar. Auch uns geht es in manchen Dingen so. Aber: dieser Perfektionismus passt nicht in unser Unternehmen zu den Menschen, die hier arbeiten.“

Dieser ausgebootete Bewerber „A“ überraschte die Geschäftsleitung  dann jedoch mit einer wirklich verblüffenden Antwort. Jahre später gab es dann erneut einen, jedoch eher zufälligen, Kontakt und dieser war noch verblüffender als die Antwort des damaligen Bewerbers, der sein Leben nach der Absage komplett umgekrempelt hatte.

Wenn sie wissen möchten wie die Geschichte weiterging, klicken Sie hier.

Nina Stromann

Der nächste Beitrag stammt von Nina Stromann.
Sie stellte die Frage, was der Wunsch perfekt zu sein, über denjenigen aussagt und sie widmete sich dem Thema nicht nur in schriftlich als Blogbeitrag sondern auch in einem Audiobeitrag.
Hören Sie hier doch einfach mal rein.

Florian Frankl

Von Florian Frankl stammt ein bemerkenswerter Beitrag zur Perfektion im  Qualitätsmanagement.
Er schreibt:
Oft genug erlebe ich (in der Rückschau auch bei mir selbst), dass sich das Streben nach Perfektion auf die falschen Dinge bezieht. Nicht auf die Wertschöpfung und den Kundennutzen sondern auf den vielen Kram, der abseits dieser beiden wichtigsten Themen für alle Unternehmen täglich um unsere Aufmerksamkeit buhlen. Es kostet Kraft und benötigt ständigen Fokus, nicht in diese Falle zu tappen. Wir arbeiten viel zu häufig an Themen, die unsere Fachabteilung in „hellerem Glanz“ erstrahlen lassen soll, den Kollegen anderer Abteilungen oftmals noch nicht einmal erkennen – mit dem Effekt, dass die Kunden auf der Strecke bleiben und die meisten Unternehmen nicht einmal mehr über eine sichtbare Vision verfügen, die den Mehrwert für dessen Kunden in den Vordergrund stellt.
Die Perfektion an den richtigen Stellen verhilft insbesondere dem Qualitätsmanagement zu besseren Resultaten und mehr Wirksamkeit und Einfluss.
Hier geht es zum gesamten Beitrag

Stefan Mantel

Eine tolle  Geschichte hat auch Stefan Mantel beigesteuert, dies ebenfalls sowohl in schriftlicher Form und auch als Audio. Er sagt:“ Neben perfekten Zutaten braucht es eine perfekte Zubereitung und vor allem das perfekte Mischungsverhältnis. Das gilt für die Herstellung von Caipirinha ebenso wie für den Alltag einer Führungskraft oder die richtige Life-Balance.“
Hier gehts zum Beitrag

Olaf Schwantes

Und last but not least bedanke ich mich natürlich auch bei Olaf Schwantes der in seinem Beitrag über die perfekte Beziehung spricht, nämlich den perfekten Partner oder den perfekten Mitarbeiter. Dabei geht es auch um die Optimierungsfalle und um Chancen und Risiken.
Aber hören wir doch auch hier gleich einmal in zwei Sequenzen rein.

Das war meine kleine Nachschau zur Blogparade „Perfektion“ aus dem Sommer dieses Jahres. Ich bedanke mich bei den Autoren und freue mich, wenn Ihnen die Ausschnitte gute Anregungen liefern konnten.
Nehmen Sie sich die Zeit, die Beiträge in ihrer gesamten Länge nachzulesen oder nachzuhören.

Damit komme ich für heute zum Ende, ich wünsche Ihnen genau das Maß an Perfektion, das Sie sich für sich selbst auch wünschen. Bleiben sie gesund oder werden Sie gesund, Ihr Thomas Reining.

Zitat:

Perfekten Menschen fehlt es an Fehlern.
Ernst Ferstl

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